28.09.2022
Maren Papenbroock

»Kaulitz Hills«: Was halten eure Fans von dem Podcast, Bill und Tom?

Bill und Tom Kaulitz Kaulitz Hills

Wir schreiben den 15. April 2007. Es ist 5 Uhr morgens und ich bin mit meinem Vater und einer Freundin mit dem Auto auf dem Weg nach Frankfurt. Plötzlich gibt es einen Knall, – der vordere rechte Reifen ist geplatzt. Das darf jetzt nicht sein, denke ich mir. Schließlich haben wir es eilig: Wir wollen nämlich auf ein Tokio Hotel Konzert. ›Ein Konzert morgens um 5 Uhr?‹, fragt ihr euch jetzt. Natürlich fängt es erst abends um 19 Uhr an, aber wir brauchen ja gute Plätze und nehmen deshalb gerne in Kauf, über 12 Stunden anzustehen und zu warten.

15 Jahre, 5 Monate und 4 Tage später sitze ich in einem Café in Berlin und schaue ungeduldig auf die Uhr. Noch 3 Stunden. Die Zeit vergeht einfach nicht. Warten scheint in Verbindung mit Tokio Hotel bei mir ein Ding zu sein. Nur warte ich heute nicht auf ein Konzert, sondern auf Bill und Tom Kaulitz persönlich. Ich darf sie nämlich zu ihrem Podcast »Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood« im Spotify Studio interviewen. SCHREI! Das sang die Band schon 2005 in einem ihrer Hits und danach fühle ich mich heute.

Ich war fasziniert, denn die beiden waren wie im Podcast, sind sich ins Wort gefallen, habe die Sätze des anderen beendet und wir haben gemeinsam gelacht. Man sagt ja »Never meet your idols«, ich sage: »A dream came true«.

Tom und Bill Kaulitz haben mir im Interview verraten, was ihre internationalen Fans von dem Podcast halten, was ihnen am Podcasting am wenigsten gefällt und wie ein Podcast ihrer Bandkollegen Gustav und Georg aussehen würde. Außerdem habe ich den Kaulitz-Brüdern etwas für ihre Podcast-Kategorie »Süß, mittel, extrascharf« mitgebracht. Aber lest selbst …

Interview mit Bill und Tom Kaulitz zu »Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood«

Ich bin ein bisschen aufgeregt und kann mich ja direkt als Fan outen. Ich glaube, ich habe 17 Jahre auf diesen Moment gewartet. Und natürlich höre ich sehr gerne euren Podcast Kaulitz Hills. Aber in eurem Podcast sagt ihr ja, dass viele euch immer schreiben: ›Ich war ja kein Tokio Hotel Fan, aber euren Podcast höre ich richtig gern.‹ Wie findet ihr das? 

Bill: Ich weiß, dass die Leute das nett meinen. Aber es ist natürlich auch ein kleiner Diss. Das ist ein bisschen ein deutsches Ding. Den Deutschen fällt es oft schwer, einfach nur ein Kompliment zu machen, ohne noch etwas Negatives damit zu verknüpfen. Zum Beispiel, dass man sagt: ›Oh, heute finde ich aber deine Haare schön.‹ Das heißt ja, dass sie die ganzen anderen Tage nicht so schön waren. Oder: ›Oh, ich finde, du siehst richtig erholt aus‹, heißt: ›Sonst siehst du immer scheiße aus.‹

Tom: Ja, wobei… 

Bill: Nein, nein, das impliziert schon was, man könnte ja einfach nur sagen: ›Du siehst mega aus heute.‹

Tom: Aber ›heute‹? 

Bill: Ja, oder du sagst einfach nur: ›Deine Haare sind fantastisch.‹ Fertig. Man könnte auch einfach sagen: ›Ich liebe euren Podcast.‹ Ohne zu sagen: ›Früher war ich nicht so ein Fan.‹ Ich glaube, Leute machen das, weil sie nochmal unterstreichen wollen, wie gut sie es finden.

Tom: Viele wollen sich auch nicht als Fan outen, weil sie Angst haben, wir würden dann denken: ›Oh Gott, das ist ein Fan‹. 

Bill: Es gibt zum Beispiel auch Leute, die einen ansprechen und sagen: ›Irgendwoher kenne ich dich doch…‹ Und dann denke ich immer, sei doch einfach ehrlich, das finde ich oft besser. Aber ich verstehe auch, dass bei den Leuten eine Unsicherheit vorhanden ist, dass die denken, wenn sie sich nicht als Fan outen, ist es vielleicht sympathischer. 

Tom: Aber es ist immer noch besser, als beides scheiße zu finden. (lacht) 

Aber melden sich diese Leute, die Tokio Hotel und Kaulitz Hills nicht mögen, auch bei euch? 

Bill: Also, es gibt mal Kommentare online, aber per E-Mail nicht. 

Tom: Doch, doch, doch, doch, doch! Das Postfach ist auch voll mit Leuten, die sich aufregen. Das finde ich immer erstaunlich, dass es Leute gibt, die sich die Mühe machen, eine E-Mail zu schreiben oder einen negativen Kommentar zu hinterlassen. Nicht nur bei uns – das finde ich grundsätzlich ein Phänomen. Wenn ich was nicht mag, dann beschäftige ich mich damit einfach nicht. Aber Leute lieben es, sich aufzuregen. Das mache ich nur beim Fußball, da bin ich auch so ein Typ, der sich mal gerne aufregt. (Lacht)  

Der Podcast ist im September ein Jahr alt geworden – Glückwunsch nochmal. Was hat sich für euch seitdem verändert? Hat sich irgendwas verändert? 

Bill: Doch, es hat sich schon viel verändert. Das Feedback, was wir auf den Podcast kriegen, ist viel krasser, als wir uns das ausgemalt hätten. Wir wussten auch nicht, dass wir das so lange machen werden. Das hat erstmal mit einer Teststaffel angefangen, mit der wir geguckt haben, wie gefällt uns das und wie nehmen die Leute das an? Mit dem Feedback haben wir nicht gerechnet. Wir dachten, wir quatschen mal ein bisschen und es geht online. Wir kannten uns in der Podcastwelt noch nicht aus. 

Tom: Und wir wussten vor allem auch nicht, wo es hingeht. Als wir die ersten Interviews letztes Jahr im September für Kaulitz Hills gegeben haben, ging’s ganz viel um den Inhalt. Wir hatten da aber erst eine Episode aufgenommen und noch gar keine Ahnung, wie das eigentlich wird und was wir da machen. Wird das eher witziger oder eher ernster? Welche Themen werden wir besprechen, werden es die Leute mögen oder nicht? Wir wussten noch nicht mal, in welcher Kategorie wir uns anmelden würden.  

Bill: Wir sind schon sehr überrascht und auch überwältigt von dem Erfolg. 

Tom: Total! Und ich will auch nochmal auf das Kompliment zurückkommen. Ich finde das sehr schön und freue mich total, wenn Leute sagen, sie lieben unseren Podcast.  

Bill: Ja, weil es ein Kompliment an unsere Persönlichkeit ist. Die Musik ist ja eine Kunst, da ist es eine Geschmacksfrage. Beim Podcast ist es so, dass wir keinen Redakteur haben, das sind wirklich pur Tom und ich, wie wir im Studio sitzen und miteinander reden. Das hat keine Intention, das hat keine Geschichte, das ist einfach frischer Senf jede Woche (lacht). Wenn dann jemand sagt, er findet das gut, ist das ein sehr intimes Kompliment an deine Persönlichkeit. Das ist einfach toll. 

Tom: Wenn das jemand scheiße findet, tut’s natürlich besonders weh. (Alle lachen)

Bill: Ist ja auch okay, man kann ja nicht jeden mögen.  

»Wenn dann jemand sagt, er findet den Podcast gut, ist das ein sehr intimes Kompliment an deine Persönlichkeit. Das ist einfach toll.«

Bill Kaulitz

Das stimmt. Ihr habt ja auch viele internationale Fans. Ich erinnere mich noch an früher, wie viele Fans aus Frankreich oder Russland wegen euch Deutsch gelernt haben. Aber viele von denen können »Kaulitz Hills« ja gar nicht hören, weil sie kein Deutsch können. Melden die sich auch bei euch? 

Tom: Ja, die sind ganz schön sauer. 

Bill: Oh ja. Da sind ganz viele sauer.

Tom: Viele sagen: ›Wie könnt ihr es wagen, einen Podcast nur auf Deutsch zu machen?!‹

Bill: Im Tokio-Hotel-Fanclub gibt es Leute, die das in verschiedene Sprachen übersetzen. Es gibt eine Abschrift von jeder Folge und dann wird das in vier Sprachen übersetzt. 

Tom: … was ja wahnsinnig aufwendig ist. 

Bill: Das Ding ist nur, dass dabei auch viele Missverständnisse passieren. Unser Podcast ist sehr schnell und viele Witze und Ausdrücke, die wir benutzen, kannst du nicht übersetzen. Auf Englisch würde ich das ganz anders formulieren und da wäre der Flow ein anderer. Das ist schwer, wenn man dann eine Abschrift hat. 

Tom: Das ist ja auch im Alltag so: Du bekommst eine SMS oder eine E-Mail und denkst: ›Was ist denn das, das ist ja total frech.‹ Aber dann unterhält man sich oder telefoniert und merkt, das war gar nicht so frech gemeint, wie es geschrieben war. Deshalb bin ich da so ein bisschen hin- und hergerissen, ob ich das mit der Abschrift so richtig gut finde … 

Bill: Da können sehr viele Missverständnisse passieren, aber gleichzeitig verstehe ich auch, dass sie gerne verstehen wollen, was wir da reden. 

Tom: Ich bin sehr froh, dass der Podcast auf Deutsch ist. Unser Englisch ist zwar sehr gut, aber ich bin auf Deutsch schon einfach freier.

Bill: Ich glaube, die Persönlichkeit ist auch ein bisschen eine andere auf Englisch. Deutsch ist einfach unsere Muttersprache und Englisch ist eine Sprache, die man dazugelernt hat. 

Und könntet ihr euch vorstellen, ein zweites Kaulitz Hills auf Englisch zu machen?  

Bill: Also, ich meine, wenn Spotify International uns jetzt fragt, ob wir nicht ein Kaulitz Hills auf Englisch machen würden … (lacht)  

Tom: Wäre mal interessant zu sehen, wie das so ist, miteinander Englisch zu reden.  

Bill: Können wir auch. 

Ihr habt ja eben gesagt, dass ihr letztes Jahr beim ersten Pressetermin nach einer Folge noch keinen richtigen Plan hattet, wo es mit dem Podcast hingeht. Habt ihr denn jetzt einen Plan?  

Bill: (lacht) Naja, nee, aber man hat natürlich ein besseres Verständnis, wie Podcast funktioniert. 

Tom: Seitdem wir selber Podcast machen, höre ich auch andere Podcasts. 

Zum Beispiel? 

Bill + Tom (einstimmig): Fest und Flauschig. 

Tom: Ohne alle anderen runtermachen zu wollen – aber ich finde, Fest und Flauschig sind mit Abstand die Besten, die es da draußen gibt. Das war für uns auch total eine Ehre, dass wir eine Folge zusammen machen konnten. Die sind schnell, die sind witzig. Man hat das Gefühl, die sind auch nach so vielen Jahren noch super. Ich mag es nicht, wenn man merkt, dass die Leute sich zu viele Gedanken machen. Das ist auch das, was wir über die Zeit gelernt haben: Je weniger man sich vorbereitet, desto besser ist es. Natürlich macht man sich mal Stichpunkte und sagt, das will ich im Podcast besprechen, aber viel bereiten wir nicht vor. 

Bill: Wir besprechen manche Sachen jetzt weniger, weil wir die uns für den Podcast aufheben. Man denkt ein bisschen mehr in der Podcast-Welt.  

Tom: Man hebt sich gewisse Stories auf und macht sich ein paar Notizen. Bei uns ist es nie so, dass wir uns groß vorbereiten. Man würde es bei mir denken, weil ich so wahnsinnig witzig bin, aber ich schreibe nie einen Witz vor. (alle lachen) Aber du weißt, was ich meine: Man kann das nicht so durchstrukturieren und ich finde bei manchen Leuten – ohne Namen zu nennen, – merkt man, die wollen clevere Übergänge schaffen und das finde ich immer schwierig. 

Bill: Ich glaube, manche müssen auch irgendwann den Moment finden und den Absprung schaffen und sagen: Vielleicht ist es auch auserzählt. Das ist bei Serien auch so. Nach einer Weile ist der Witz raus. Den Punkt müssen wir auch irgendwann finden, aber so weit ist es noch nicht.

Thema Live Podcasts: Das ist ja aktuell voll das Ding. Könntet ihr euch auch vorstellen, das mit »Kaulitz Hills« mal zu machen? 

Bill: Für uns ist ein bisschen komisch, weil wir natürlich Touren durch die Band sehr gut kennen. Und so richtig haben wir auch noch gar nicht verstanden, wie das mit Live-Podcasts funktioniert. Das ist gerade für uns auch komisch mit dem Livepublikum, weil wir bei der Aufnahme wirklich intim zu zweit im Studio sitzen, uns in die Augen gucken und miteinander aufnehmen. Wir haben jetzt ein paar Folgen mitgefilmt und selbst da ist es schon so, dass man sich etwas beobachtet fühlt, weil noch ein Auge mit dabei ist. Das fühlt sich dann auf einmal an wie ein TV-Interview.  

Tom: Ich will beim Podcast nie in so eine Professionalität überswitchen. 

Bill: … wo wir das Gefühl haben, wir müssen jetzt abliefern. Da ist Publikum und dann verändern wir uns. Das ist so ein bisschen unsere Angst. Aber grundsätzlich können wir uns das schon vorstellen. Wir sind ja nicht schüchtern, wir kennen das ja vor Publikum aufzutreten. 

Tom: Es ist wie mit dem englischen Podcast. Es ist wahnsinnig spannend, das mal rauszufinden. Ich weiß überhaupt nicht, wie das ist. 

Bill: Es ist eine Frage des Geldes. (alle lachen) Wie bei allem. 

Tom: Am liebsten hätte ich – wenn ich das machen würde – dass der Raum komplett dunkel ist … 

Bill: Dass das Publikum ganz gedimmt ist. 

Tom: Ja, genau. Dass man das Gefühl hat, man ist unter sich. 

Bill: Ich habe sofort ganz viele Ideen, jetzt, wo wir so drüber sprechen… 

Und könntet ihr euch vorstellen, häufiger einen Video-Podcast aufzunehmen?   

Bill: Wir haben gesagt, wir machen das immer in besonderen Momenten. Wir haben ja so eine Urlaubsfolge am Jersleber See gefilmt (lacht). Oder Felix und die Kraftklub-Jungs waren zu Gast und dann filmen wir mal. Aber wir wollen es nicht zum Video-Podcast machen. Ich finde, das schöne am Podcast ist, dass da ganz viel Vorstellung dazu kommt. Wir wollen den Leuten diese Vorstellung nicht nehmen. Ich will, dass die Leute noch ein bisschen Fantasie haben, sich vorzustellen, wie sieht da jetzt wirklich bei denen aus? Es ist wie beim Buch lesen. Man macht sich seine eigene Vorstellung davon und manchmal ist man vom Film dann enttäuscht. 

Tom: So ist es ja auch bei Stars, die man trifft. Bill, wenn man dich trifft, sind ja auch manche enttäuscht. (lacht)

Bill: Ja, dann denken die, ›Oh, so sieht der in echt aus?! Oh Gott.‹ (Alle lachen)

Ich muss sagen, noch bin ich nicht enttäuscht. (alle lachen) Ihr habt eben gesagt, ihr bereitet euch kaum vor. Ihr habt ja aber ein paar feste Kategorien im Podcast »Kaulitz Hills«. Wie läuft das so? 

Tom: Das war wichtig für uns zum entlanghangeln, damit man diese 60 Minuten füllt bzw. in den 60 Minuten bleibt. Es hilft, dass es nicht so kreuz und quer ist. 

Bill: Da haben uns Studio 71 und Spotify am Anfang ein bisschen an die Hand genommen. Wir dachten erstmal, wir labern jetzt eine Stunde. Die meinten aber, dass ein bisschen Struktur gar nicht schlecht ist. Wir hassen Struktur und waren sofort wieder die Rebellen. Jetzt sind wir ganz froh, dass wir die Kategorien haben. Es ist gut, wenigstens einen kleinen Leitfaden zu haben.   

Ich kann schon mal anteasern, dass ich auch etwas für eine eurer Kategorien von »Kaulitz Hills« mitgebracht habe, aber das machen wir zum Schluss.

»Ich finde, das schöne am Podcast ist, dass da ganz viel Vorstellung dazu kommt. Wir wollen den Leuten diese Vorstellung nicht nehmen.«

Bill Kaulitz

Ihr habt ja jetzt schon viel vom Podcasten geschwärmt, aber gibt es irgendwas, was euch so richtig daran nervt? 

Bill: Das Einzige ist, dass man es wirklich einmal die Woche schaffen muss, Zeit zu finden. Die Produktion ist aufwendiger als man denkt. Wir nehmen das zu Hause auf, Tom bereitet die Folgen immer selber auf und liefert sie fertig an. Das ist schon ein Aufriss, dass es qualitativ gut klingt, man kein doofes Rauschen hört oder wir eine versetzte Leitung haben. Manchmal schneidet man auch mal einen Schmatzer oder so raus.  

Tom: Oder man ist viel zu lang und muss einen Teil rausnehmen … 

Bill: Für uns ist die größte Aufgabe dadurch, dass wir so viel reisen, uns einmal die Woche zu verabreden. Und gerade wenn ich in Deutschland bin und arbeite und Tom wieder mal in LA am Pool liegt (lacht), sind die neun Stunden Zeitunterschied die einzige Challenge bei uns. 

Tom: Und was ich mir manchmal denke, – und das ist wie mit Songs –, wenn die Folge einmal draußen ist, ist sie immer da. Die kannst du dir in 10 Jahren immer noch anhören. Das geht auch nicht weg. Aber davon muss man sich ein bisschen freimachen.

Bill: Es ist schon auch eine kleine Reality-Sendung. 

Tom: Das ist ein bisschen wie ein Tagebuch. Man erzählt sehr viel und das ist für immer draußen.  

Kommen wir mal zu euren Bandkollegen Gustav und Georg. Wenn ihr euch jetzt vorstellt, die beiden würden einen Podcast machen, worüber würden sie so reden? 

Bill: Oh, also ich glaube, das wäre ganz langweilig. (alle lachen) Die sind einfach keine Schnatterelsen. Bei uns ist das so, dass jeder vorher schon gesagt hat: ›Ein Wunder, dass ihr keinen eigenen Podcast habt, ihr seid nur am labern, ihr kriegt ja den Mund gar nicht zu…‹ Georg und Gustav brauchen schon irgendjemanden, der das aus denen rauskitzelt.  

Tom: Ich finde die beiden wahnsinnig witzig. Thematisch würde es bei denen eigentlich ganz gut passen, weil bei Gustav würde es viel ums Essen gehen – und bei Georg ums Abführen von Essen. Er kümmert sich darum, was später rauskommt. (Lacht)

Bill: Aber er könnte auch einen kleinen Business-Podcast machen. Georg ist ein kleiner Klugscheißer. Das könnte schon witzig sein, es braucht nur noch den richtigen Partner.  

Tom: Wir könnten bei uns Kategorien mit den beiden einführen… So eine kleine Business-Kategorie mit Georg… 

… Und Gustav kann den Rezepttipp der Woche geben. 

Tom: Genau. 

Bill und Tom Kaulitz und Maren Papenbroock
Dieses Foto vom Tag des Interviews von Bill und Tom Kaulitz und Fangirl Maren möchte ich euch nicht vorenthalten.

Dann kommen wir jetzt zu der angeteasten Kategorie, die ich mitgebracht habe. Ich habe euch zwei Sachen für eure Ranking-Kategorie Süß, mittel, extrascharf, die ihr regelmäßig in »Kaulitz Hills « macht, mitgebracht. Bill, ich würde mit dir anfangen. Und zwar hätte ich zur Auswahl: Mit Gustav campen gehen, mit Tom Fußball gucken… 

Tom: Da weiß ich jetzt schon, was auf den letzten Platz kommt… 

… oder mit Georg Kleiderschrank tauschen. 

Tom: Ohhh okay, dann bin ich vielleicht doch nicht auf dem letzten Platz. (Lacht)

Bill: Also, ich sage mit Tom Fußball gucken auf süß. 

Tom: Ist am ungeilsten? 

Bill: Nee, das finde ich am wenigsten schlimm. Ich würde mir einfach einen reinorgeln, bei Tom gibt’s immer zu trinken, die Bar ist immer voll, das heißt, das kann ich noch irgendwie verkraften. Das würde ich auf süß packen. Mittel: Mit Gustav campen, das finde ich schon hart, weil ich kein Camper bin. 

Tom: Aber wenn Campen, dann mit Gustav. Der kennt sich echt aus! 

Bill: Und ich glaube, mit den Campingplatz-Leute hätte ich auch meinen Spaß. Ich würde bestimmt den ein oder anderen ganz sexy finden. Darum könnte ich mir auch vorstellen, dass ich auf so einem Zeltplatz ein wildes Wochenende hätte. Und da gibt es sicher ein paar Bierbäuche, die finde ich ja gar nicht so schlecht. Extrascharf wäre: mit Georg Kleiderschrank tauschen. Das finde ich eine absolute Katastrophe. (alle lachen) Wenn ich mir vorstelle, dass ich heute auf dem Event Georgs Sachen anziehen müsste … 

Tom: Aber jetzt kann ich dir ja mal sagen: Bill geht immer öfter an meinen Kleiderschrank. Was er heute anhat, ist aus meinem Kleiderschrank.  

Ist auch sehr schön.

Bill: Das ist ein Geschenk von Tom. 

Tom: Das habe ich dir nicht geschenkt, das hast du dir geklaut und ich habe gesagt, du kannst es behalten. 

Bill: Ist doch wie ein Geschenk. (Alle lachen)

Und für dich, Tom, habe ich mitgebracht: Mit Gustav Instrumente tauschen, mit Georg Hund tauschen (Tom lacht) oder mit Bill zum Schönheits-Doc gehen. 

Tom: Und ich muss selbst auch was machen lassen?   

Ja, nur begleiten wäre ja langweilig. 

Bill: Kannst dir was in die Lippen spritzen. 

Tom: Was würde ich denn da machen? Da gibt’s ja nicht viel zu machen bei mir … (lacht)

Bill: Also, die müssten so einiges bei dir machen.

Tom: Dann würde ich sagen, süß – also nicht so schlimm – auf jeden Fall mit Gustav Instrumente tauschen, weil ich eigentlich immer Schlagzeuger werden wollte. Ich glaube, vom Talent her wäre ich der bessere Schlagzeuger geworden. 

Besser als Gustav oder besser als Gitarrist? 

Tom: Besser als Gitarrist. Gitarre habe ich nur gespielt, weil ich es musste, aber ich wäre der bessere Schlagzeuger geworden. Bei mittel, würde ich sagen: mit Georg Hund tauschen. Wobei so ein kleiner Hund… Also, ich liebe Hunde über alles – Georgs Hund ist auch total süß – aber der ist wirklich eher wie ein kleines Meerschweinchen. Georg sagt oft: Wir können nicht kommen (synchron mit Bill) ›Wir wissen nicht, wohin mit dem Hund …‹

Bill: Dann denke ich immer, klemm den doch unter den Arm. Und der Hund fährt nicht gerne Auto. ›Wenn dem Hund wieder schlecht wird …‹ Dann denke ich immer, der sabbert doch nur einen kleinen Fleck irgendwo hin, wenn der sich übergibt. 

Tom: Wenn der sagt, der Hund hat reingemacht, dann denke ich immer, das siehst du doch gar nicht. Das kannst du ja mit dem Taschentuch wegmachen. 

Bill: ›Oh, er hatte heute Durchfall, wir müssen erstmal die Wohnung sauber machen.‹ (Alle lachen) 

Tom: Ich liebe Hunde, aber das wäre eher so ein Meerschwein-Tausch. Dann würde ich sagen, extrascharf, auf jeden Fall mit Bill zum Schönheitschirurgen gehen. Da würde ich nie wissen, was passiert. 

Bill: Du weißt nicht, was passiert und ob es auch dauerhaft ist. 

Tom: Genau. Und bei dir ist ja auch schon einiges daneben gegangen, wie man sehen kann. (lachen) Von daher hätte ich da Angst.

Bild von Tom und Bill Kaulitz: © Julian Huke

Kaulitz Hills Senf aus Hollywood Cover
»Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood« erscheint jeden Mittwoch auf Spotify

Maren Papenbroock

Podcasts hören und darüber schreiben? Traumjob! Maren ist Redakteurin bei Podstars by OMR, ihre Texte sind auf dem Blog und im MIXDOWN-Weekly-Newsletter zu lesen.

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