04.11.2022
Feline Heck

Das kleine Branded Podcast FAQ: Eure Fragen aus dem Podstars Deep Dive

Branded Podcast Kolumne von Feline Heck und Podstars by OMR

Es sind wieder Podcast Deep Dive Wochen! Das bedeutet, dass wir bei Podstars euch in sechs Sessions alles rund um Podcasts erzählen – von ›State of Podcast‹ über Reichweitenaufbau und Technik-Tipps bis Vermarktung. Eine Session zu Branded Podcasts gibt’s natürlich auch. Und weil uns darin immer spannende Fragen aus dem Publikum erreichen, nutze ich diese Kolumne, um euch fünf häufig gestellte Fragen und ihre Antworten zu zeigen.



Wie kann ich sicherstellen, dass es den gewünschten Podcastnamen nicht schon gibt und wie könnte ich ihn schützen?

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum eigenen Branded Podcast ist die Namensfindung, klar. Manchmal hat man einen Gedankenblitz und ein passender Titel ist schnell gefunden – meistens dauert es in Brainstorming-Sessions und Abwägungen von Alternativen aber ein bisschen länger. Schließlich soll so ein Podcast-Name einige Kriterien erfüllen: Er soll kreativ sein, Lust aufs Einschalten machen, einen klaren Themenbezug haben – und natürlich einzigartig sein. 

Um Letzteres zu erreichen, gibt es zwei simple, aber umso wichtigere Tipps:

#1 Durchsucht alle Podcast-Plattformen nach eurem Wunsch-Titel. Und damit meine ich zumindest Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music, denn selbst wenn ihr den Namen bei Apple nicht findet, kann trotzdem ein Spotify Original bereits so heißen.

#2 Durchsucht natürlich auch Google nach eurem Wunsch-Titel. Sollte es den Namen für beispielsweise eine YouTube-Serie oder ein Buch bereits geben, wäre das zwar kein so krasses Ausschlusskriterium wie ein bereits bestehender Podcast, allerdings solltet ihr eure Wahl trotzdem überdenken.

Noch mehr Wissen: Wie man gute Podcast-Namen findet und sie schließlich auch schützen kann, hat meine Kollegin Maren in diesem Blogbeitrag für euch zusammengefasst.



Wie viel Eigenwerbung darf in einem B2B-Podcast untergebracht sein?

Prinzipiell lautet unser Credo: Ein Branded Podcast ist keine Dauerwerbesendung, deshalb sollte sich das absendende Unternehmen so gut es geht im Hintergrund halten. Das gilt auch dann, wenn damit eine B2B-Zielgruppe angesprochen werden soll – aber vielleicht ist es hier nicht ganz so streng. Wenn der Branded Podcast gehört wird, um daraus Learnings für das eigene Business zu ziehen, dann kann darin durchaus über Unternehmensthemen gesprochen werden. Natürlich immer mit dem Anspruch, Mehrwert für die Hörer*innen zu stiften.

Eine charmante Art, die eigenen Produkte oder Services in den Podcast-Content einzubinden, kann auch eine ›Branded Category‹ als wiederkehrendes Element sein. So können ›Das Produkt der Woche‹ oder ›Der Finanztipp‹ etc. beispielsweise eine gute Möglichkeit sein, unternehmensbezogene Themen abgegrenzt vom eigentlichen Podcast-Inhalt einzubinden, sodass dieser nicht zu werblich wirkt, was Hörer*innen abschrecken kann.



Muss man die ›Nutzung‹ eines Produkts in einem Branded Podcast als Werbung kennzeichnen?

Genau wie im Influencer*innen-Marketing gilt bei Podcasts: Werbung muss klar gekennzeichnet und vom restlichen Inhalt getrennt sein. Bei Branded Podcasts ist diese Grenze manchmal nicht ganz klar zu ziehen, denn man könnte den gesamten Branded Podcast an sich ja als ›Werbung‹ des absendenden Unternehmens verstehen. Was ist aber zu tun, wenn beispielsweise als wiederkehrendes Element im Podcast eines Getränkteherstellers Host*in und Gast immer mit einem Getränk der Firma anstoßen und das im Podcast klar ansprechen?

Wichtig vorab: Das hier ist keine Rechtsberatung – um ganz sicher zu sein, lasst euch unbedingt von einem Anwalt oder einer Anwältin beraten. Für eine erste Orientierung kann euch jedoch dieser Artikel meines Kollegen Tim helfen, der für den beschriebenen Fall raten würde: Solange zu Beginn des Branded Podcasts klar das absendende Unternehmen genannt wird, muss der Moment des Getränks nicht separat mit Jingle & Co. als Werbung gekennzeichnet werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, könnt ihr es natürlich trotzdem machen – oder euch entsprechend beraten lassen, das möchte ich an dieser Stelle unbedingt nochmal wiederholen.



In welchem Fall bzw. ab wie vielen Mitarbeiter*innen macht ein interner Podcast Sinn? 

Es ist schwer zu sagen, wie viele Unternehmen bereits interne Podcasts produzieren – schließlich sind sie ja nur intern verfügbar. Fest steht aber: Fast jeder große Konzern hat einen. Und fest steht auch: In Anbetracht der vielen Mails, die wir täglich lesen und schreiben, kann ein Podcast eine gute Alternative sein – Smartphone und Kopfhörer schnappen und eine Runde um den Block laufen, während man wichtige interne Unternehmens-Updates hören kann statt lesen muss.

Deshalb lässt sich die Frage, ab wie vielen Mitarbeiter*innen ein interner Podcast Sinn macht, kaum pauschal beantworten. Denn auch für ›nur‹ fünf Kolleg*innen, die zum Beispiel oft in ihren Autos unterwegs sind und sich während der Fahrt mit dem internen Podcast über die neuen Unternehmensangebote informieren können, wäre das Audiomedium nützlich. Und für eine größere Zahl an Mitarbeiter*innen, die die Führungsebene beispielsweise über einen Podcast viel persönlicher und emotionaler adressieren kann als über eine Mail, ebenfalls.

Noch mehr Wissen: Weitere Infos über interne Podcasts und einige Ideen & Anwendungsbeispiele findet ihr übrigens in dieser Kolumne.



Wie und wo integriert man am besten einen Call to Action im Branded Podcast?

Auch, wenn ihr vielleicht denkt »Muss ich das jetzt wirklich nochmal machen?«, empfehlen wir: Integriert in jeder Folge eures Branded Podcasts einen Call to Action – ruft eure Hörer*innen dazu auf, dem Podcast zu folgen, ihn an Freund*innen weiterzuempfehlen oder euch eine Bewertung zu geben. Obwohl das für euch selbstverständlich sein mag, werden durch den Hinweis manche daran erinnert und dieses Engagement wirkt sich positiv auf eure Zahlen auf.

Neben der Tatsache, dass ihr diesen Aufruf macht, ist auch der Zeitpunkt entscheidend. Wenn ihr eure Retention Rate anschaut, dann ist sie im Normalfall am Anfang hoch und fällt gegen Ende, sobald das Outro einsetzt, ab. Man könnte deshalb berechtigterweise denken, ein Call to Action zu Beginn der Folge wäre besser, denn am Ende erreicht man nicht mehr alle Hörer*innen. Allerdings läuft man umgekehrt Gefahr, die Hörer*innen zu Beginn mit ›plumper Werbung‹ zu nerven, sodass sie direkt abschalten. Deshalb: Beim Branded Podcast steht immer der sinnvolle Content im Vordergrund. Call to Actions gehören – unserer Meinung nach – lieber ins Outro.



Ich hoffe, die Fragen helfen euch weiter oder machen euch sogar neugierig auf den Podcast Deep Dive, der auch im nächsten Jahr wieder stattfinden wird! Und solltet ihr noch mehr offene Fragen haben, dann schreibt mir doch einfach.

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Feline Heck

Feline ist Content & Concept Managerin bei Podstars und gibt auf unserem Blog Insights und hands-on Tipps für gelungene Branded Podcast Formate.

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